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Hohe Energiepreise: Strom sparen im Homeoffice

Illustration einer Hand, die Münzen hält © Malte Mueller / Getty Images

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Strom war in Deutschland noch nie so teuer wie aktuell – das macht sich insbesondere im Homeoffice bemerkbar. Laufende Computer und Bildschirme aber auch Beleuchtung, Kaffeemaschine, etc. tragen einen wesentlichen Teil zum Gesamtverbrauch bei.

Durch das Homeoffice fallen zwar solche Kosten für den Arbeitsweg weg – dafür verbringen wir viel Zeit zuhause und verbrauche eine Menge mehr Energie, wie nachhaltigleben.ch mitteilt. Allerdings kann man mit vielen Kleinigkeiten einen Großteil an Strom einsparen.

Die richtige Beleuchtung

Das Energiesparen beginnt schon bei der richtigen Wahl Deines Arbeitsplatzes. Suche Dir bestmöglich einen Ort in Deiner Wohnung oder Haus aus, wo möglichst viel Tageslicht einfällt. Dadurch sparst Du Dir die Beleuchtung, die Du ansonsten zum Arbeiten brauchst. Natürlich könntest Du auch einfach das Licht auslassen  – schließlich leuchtet der Bildschirm ja auch.

Das eine gute Umgebungsbeleuchtung allerdings essentiell für ein gesundes Arbeiten ist, wurde inzwischen bestätigt. Sobald es in die dunkleren Jahreszeiten geht, solltest Du selbstverständlich Licht eingeschaltet haben. Achte hierbei darauf, dass Du energieeffiziente LED-Lampe verwendest. 

Die Steckerleiste: Ein wahrer Energiesparer

Am Arbeitsplatz kommen so einige elektronische Geräte zusammen. Monitor, Laptop, Drucker und Modem, eventuell sogar noch mehr. Wenn Du Feierabend machst, laufen die Geräte meist im Standby weiter. Zwar verbrauchen sie einzeln nicht so viel Strom, aber alle zusammen machen sich über die Zeit bemerkbar. Koppelst Du alle Geräte an eine Steckerleiste, kannst Du nach dem Feierabend mit einem Klick alles komplett ausschalten und verbrauchst keinen Strom mehr.

Den Computer richtig einstellen

Zunächst einmal beginnt das Energiesparen schon bei der Wahl des Computers. Das ist natürlich nicht immer Dir überlassen, wenn Du einen Computer von dem Arbeitgeber gestellt bekommst. Eventuell musst Du allerdings Deinen privaten PC im Homeoffice nutzen. Ein kleiner Laptop verbraucht selbstverständlich weniger Strom als auch fester PC mit externem Monitor. Aber egal mit welchem Gerät Du arbeitest, die Bildschirmhelligkeit stellt immer einen großen Teil des Energieverbauchs dar. Diese ist meistens heller als es eigentlich nötig ist und lässt sich leicht reduzieren.

Eine weitere Option ist es, Programme, die im Hintergrund laufen zu schließen. Denn auch sie verbrauchen Energie, weil sie auf Abruf sind. Je nach Betriebssystem finden sich in den Systemeinstellungen meist auch Maßnahmen, die man zur Energieeinsparung einstellen kann. 

Für viele Menschen ist die Tagesstruktur durch das Homeoffice auf der Strecke geblieben. Wieso sie aber so wichtig für unser Wohlbefinden ist, zeigen wir Dir: © Leonardo De La Cuesta / Getty Images
Für viele Menschen ist die Tagesstruktur durch das Homeoffice auf der Strecke geblieben. Wieso sie aber so wichtig für unser Wohlbefinden ist, zeigen wir Dir: 

Bringt der Energiesparmodus eigentlich etwas?

Es kommt ganz darauf an, wann man ihn verwendet. Wenn es nur für eine kurze Pause ist, ist der Energiesparmodus selbstverständlich besser als den Computer laufen zu lassen. Machst Du allerdings eine längere Pause oder sogar Feierabend und schaltest den Computer nicht ganz aus, verbrauchst Du unnötig Strom, den Du einfach sparen könntest.

Wenn schon drucken, dann effizient

Der Drucker findet heutzutage immer weniger Verwendung. Schließlich ist meist alles auf digital umgestellt. Wenn Du in Deinem Beruf allerdings häufiger mal etwas ausdrucken musst, dann gibt es auch hier ein paar Kniffe, die man beachten kann. Überlege Dir, ob es überhaupt möglich ist, dass Du das jetzt ausdrucken musst oder nicht eine digitale Alternative möglich ist.

Wenn Du weißt, dass Du allerdings mehr drucken musst und auch später noch einiges dazukommen wird, sammle alles und erledige es in einem Schwung. Schließlich lässt Du den Drucker ja inzwischen ausgeschaltet, wenn er nicht benötigt wird. So kannst Du ihn einmal anschalten, um alles auf einmal zu erledigen. 

Die Zimmertemperatur: Nicht zu warm, nicht zu kalt

Die optimale Raumtemperatur zum Arbeiten ist zwischen 20 und 23 Grad Celsius. Insbesondere durch richtiges Heizen kann man viel Geld sparen. In vielen Fällen sind die Heizkörper zu stark aufgedreht – das kann teuer werden und lässt sich vermeiden. Zum Beispiel muss man nicht gleich die Heizung aufdrehen, wenn man durch das ständige Sitzen kalte Füße bekommt. Sich eine Wärmflasche auf den Boden zu legen, um die Füße abzustellen ist ebenso zweckerfüllend wie geldsparend.

Auch das richtige Lüften ist wichtig. Hier empfiehlt sich öfter kleine Stoßlüftungen zu machen anstatt das Fenster beispielsweise über einen langen Zeitraum auf Kipp zu haben, wie inside-digital.de empfiehlt. Durch die kurze, aber kräftige Durchlüftung, wird Deine Wohnung und Du mit frischer Luft versorgt, ohne dass die Räume großartig auskühlen.

Aber nicht nur das Heizen zu kalten Jahreszeiten kann viel Geld kosten. Auch die Klimaanlage im Sommer schlägt auf den Geldbeutel. Nutze hier lieber die morgendliche Frische und lüfte ordentlich durch. Hier darf die Wohnung gerne runterkühlen. Damit es auch kühl bleibt, musst Du die Fenster schließen und idealerweise abdunkeln. 

Die Mittagspause: Günstiger als im Büro

Die meisten Menschen, die im Büro arbeiten, hole sich entweder in der betriebseigenen Kantine etwas zu essen oder besuche Lokale, die in der Nähe sind  – und das geht ins Geld. Im Homeoffice hingegen kannst Du in Bezug auf das Mittagsessen viel Geld sparen. Selbst zu kochen ist schließlich wesentlich günstiger. Aber nicht nur bei den Zutaten und dem Essen an sich kannst Du sparen, sondern auch bei der Zubereitung.

Wenn Du beispielsweise Nudelwasser kochen willst, mache dies im Wasserkocher. Er hat zwar einen höheren Stundenverbauch, bringt das Wasser aber deutlich schneller zum Kochen als die Herdplatte.

Solltest Du noch Essen vom Vortag haben, was Du aufwärmen möchtest, kommt es auch hier auf die richtige Gerätewahl an. So verbraucht beispielsweise eine neuer Herd mit einer Energieeffizienzklasse A weniger Strom als eine ältere Mikrowelle. Hier lohnt es sich einmal auf den Verbrauch zu schauen.

Junge Frau spricht am Schreibtisch in ihr Handy © Maskot / Getty Images
Remote zu Arbeiten ist ein Luxus, den viele Menschen möchten oder spätestens seit der Corona-Krise nicht mehr vermissen wollen. Wenn auch Du Dir einen Job im Homeoffice wünschst, zeigen wir Dir zwei Möglichkeiten, wie Du die richtige Stelle findest. 

Auch bei Heißgetränken lässt sich Geld sparen

Die meisten Deutschen trinken gerne Kaffee. Anstatt nun aber jede Tasse Kaffee frisch aufzubrühen, mache lieber direkt eine größere Menge und halte sie in einer guten Thermoskanne warm. Dann ist er auch noch nach ein paar Stunden brühend heiß. Das gleiche gilt natürlich auch für Tee.