Risiken
Die 4 größten Krankmacher im Homeoffice

Gestresste Frau sitzt an einem chaotischen Arbeitsplatz © Maskot / Getty Images

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Neben den vielen Vorteilen, die die Remote-Work bietet, gibt es allerdings auch Risiken für unsere Gesundheit. Die Heimarbeit kann uns sowohl psychisch als auch physisch zusetzen.

Ein Drittel der Beschäftigten beklagt sich aufgrund des Homeoffices über körperliche Beschwerde, die darauf zurückzuführen, dass ihr Arbeitsplatz nicht ergonmisch gestaltet ist, wie capital.de berichtet. Ein Großteil ist insbesondere von Verspannungen und Rückenschmerzen als auch Kopfschmerzen betroffen.

Aber nicht nur physische Faktoren, sondern auch psychische gehen mit der Heimarbeit einher. So berichtet ebenso knapp ein Drittel der Befragten über längere Arbeitszeiten und einer Verschmelzung von Freizeit und Beruf. Die Daten gehen aus dem Arbeitssicherheitsreport 2021 der DEKRA hervor.

Isolation durch Homeoffice

Stets von zuhause aus zu arbeiten und keinen sozialen Kontakt zu haben kann schwere psychische Folgen mitsichziehen. Schließlich ist nicht jeder Angestellten in den eigenen vier Wänden von Partner und/oder Familie umgeben. Die soziale Interaktion, die man andernfalls im Büro mit den Kollegen gehabt hätte, entfällt dementsprechend gänzlich. Lediglich Videocalls dienen als halbwegs persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Ausreichend ist das jedoch nicht. Der spontane Smalltalk in der Kaffeeküchen oder im Vorbeigehen auf dem Flur ist nicht über digitalen Weg zu ersetzen. Wer zu lange unter sozialer Isolation leidet, kann der Gefahr ausgesetzt sein eine Depression oder Schlafstörung zu entwickeln. Daher empfiehlt es sich, dass man sich mit Kollegen zusammentut und einen virtuellen Sitznachbar ausmacht. 

Kein ergonomischer Arbeisplatz

Die wenigsten Angestellen haben zuhause einen extra Raum, den sie als Büro nutzen können. Wieso auch? Schließlich hat die Arbeit ja in den meisten Fällen im Büro stattgefunden. Homeoffice war eher eine Ausnahmeregelung. Dementsprechend finden sich in den meisten Wohnung keine ergonomisch eingerichteten Arbeitsplätze. Die Arbeit findet häufig in der Küche statt und wird auf entsprechendem Tisch und Stuhl verrichtet. Die gemütlichere Variante ist das Sofa. Eine Gemeinsamkat haben sie: Ergonomisch ist das nicht.

Viele Menschen wissen allerdings auch nicht, wie ein ergonomischer Arbeitsplatz aussieht und worauf es ankommt. Des Weiteren ist bei der Einrichtung des Arbeitsplatz auch noch auf andere Faktoren, wie zum Beispiel die richtige Beleuchtung zu achten.

Für viele Menschen ist die Tagesstruktur durch das Homeoffice auf der Strecke geblieben. Wieso sie aber so wichtig für unser Wohlbefinden ist, zeigen wir Dir: © Leonardo De La Cuesta / Getty Images
Für viele Menschen ist die Tagesstruktur durch das Homeoffice auf der Strecke geblieben. Wieso sie aber so wichtig für unser Wohlbefinden ist, zeigen wir Dir: 

Zu wenig Bewegung

Zugegeben, der Bewegungsmangel ist für viele Angestellte im Büro keine Neuheit. Allerdings wird sie durch das Homeoffice tatsächlich noch in vielen Fällen verstärkt. Immerhin entfällt der Arbeitsweg. Insbesondere wer sonst nicht mit dem Auto gefahren ist, bewegt sich hier schon. Ebenso entfallen die vielen kleinen Gänge, die man im Büro macht. Zum Kaffeeautomaten, zum Imbiss oder Restaurant in der Mittagspause, zum Kollegen auf der anderen Seite im Büro oder der Weg zum nächsten Meeting. Durch die Remote-Work verbringen wir nun die meisten Zeit im sitzen und springen von einer Videokonferenz in die nächste. Das starre Sitzen und der Bewegungsmangel können neben Verspannungen & Co. schlimmere Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen mitsichbringen oder auch eine Depression fördern. Die Devise lautet also: Bewegung statt starrem Sitzen – herumzappeln erlaubt!

Der klare Schnitt zischen Job und Freizeit fehlt

Wie bereits erwähnt, entfällt durch das Homeoffice der Arbeitsweg. Das hat allerdings nicht nur zur Folge, dass wir uns weniger bewegen. Normalerweise sorgte er auch dafür, dass wir eine klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit ziehen. Er diente als Feierabendritual. Durch die Remote-Work fällt es nun vielen Beschäftigten schwer das Ende der Arbeit einzuläuten. Die Folge ist oft, dass länger gearbeitet wird oder der Computer auch am Wochenende hochgefahren wird, um doch nochmal kurz etwas zu erledigen. Wer allerdings nicht richtig Pause macht beziehungsweise sich von der Arbeit abgrenzt, risikiert langfristig einem höherem Stresslevel ausgesetzt zu sein.